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COVID-19 ist eine Krankheit, die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht wird. Bei Reinfektionen werden in der Regel die gleichen Symptome wie bei der Erstinfektion berichtet, sie sind jedoch milder. Dennoch wird bei gefährdeten Personen, für die eine Reinfektion das Risiko einer Komplikation und eines Krankenhausaufenthalts darstellt, die Verabreichung einer Auffrischungsdosis (Booster) des SARS-CoV-2-Impfstoffs empfohlen.

reinfection covid 19
Crédits: iiStock - andresr

Die häufigsten Symptome sind:

- Symptome einer akuten Atemwegserkrankung (Halsschmerzen, meist trockener Husten, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen)
- Fieber
- Plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns
- Kopfschmerzen
- Allgemeine Schwäche, Unwohlsein
- Muskelschmerzen
- Schnupfen
- Magen-Darm-Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen)
- Hautausschläge

Die Krankheitssymptome können unterschiedlich ausgeprägt sein und je nach Virusvariante variieren. Sie können auch diskret sein. Bereits ein Schnupfen kann eine Infektion bedeuten. Ebenfalls möglich sind Komplikationen wie eine Lungenentzündung.

Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt auf, wenn bei Ihnen Krankheitssymptome auftreten, die Sie beunruhigen.


Weitere Informationen:

Infoportal übertragbare Krankheiten

 

Impfstoffe gegen COVID-19

Die Impfung gegen COVID-19 wird im Herbst/Winter für alle gefährdeten Personen ab 16 Jahren empfohlen. Als gefährdete Personen gelten:
- Personen ab 65 Jahren
- Personen ab 16 Jahren mit bestimmten Formen chronischer Krankheiten oder mit Trisomie 21

Die Impfung gegen COVID-19 wird für schwangere Frauen empfohlen, um die werdende Mutter und das ungeborene Kind vor dem leicht erhöhten Risiko eines schweren COVID-19-Verlaufs und vor Schwangerschaftskomplikationen zu schützen.

Allen anderen Personen wird keine Impfung gegen COVID-19 empfohlen, da bei Personen ohne Risikofaktoren kaum ein Risiko für eine schwere Erkrankung besteht. Abweichende Impfempfehlungen gelten für Personen mit schwerer Immundefizienz.

Kategorien besonders gefährdeter Personen (siehe auch Impfempfehlung BAG/EKIF und Factsheet)

Ziel der Impfung ist es, die geimpften Personen direkt vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen sowie Spitalaufenthalte und Todesfälle zu reduzieren oder zu verhindern. Swissmedic hat die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna zugelassen.

Pfizer/BioNTech und Moderna Impfstoffe sind Boten-RNA-Impfstoffe, die durch direkte Injektion eines Fragments des genetischen Materials des Virus (Boten-RNA = messenger RNA / mRNA), eingehüllt in Nanopartikel aus verschiedenen Lipiden (Liposomen), wirken.

Eine kürzlich erfolgte Impfung gegen eine andere Krankheit ist keine Kontraindikation für eine COVID-19-Impfung.

PDF - Impfempfehlung fur die COVID-19 Impfung (September 2024)

PDF - Factsheet Covid-19-Impfung (Februar 2025)

PDF - Covid-19-Impfung für Schwangere (Februar 2025)

 

Wirksamkeit des Impfstoffs gegen COVID-19

Die verfügbaren Daten zeigen, dass die Impfung gegen COVID-19 mit den in der Schweiz verfügbaren und empfohlenen Impfstoffen gut gegen schwere Formen, aber nur sehr wenig gegen leichte Formen von Infektionen mit Omikron-Untervarianten von SARS-CoV-2 schützt und dass sie keinen signifikanten Schutz vor der Übertragung des Virus bietet.

Mit einer Auffrischimpfung kann dieser Schutz vor Hospitalisation kurzfristig je nach Omikron Subvariante auf 50-70% angehoben werden, fällt aber nach < 3 Monaten wieder auf ca. 40-55% ab. Im Winter 2023/2024 betrug der Schutz vor Hospitalisation nach Booster mit einem XBB-adaptierten COVID-19 mRNA Impfstoff in England insgesamt 55% und fiel nach 3 Monaten auf 40% ab. Der Schutz war initial höher (75%) gegenüber Infektion mit der XBB Varianten als gegenüber Infektion mit EG.5.1 oder JN.1. (initial 35-45%) https://assets.publishing.service.gov.uk/media/669923b20808eaf43b50d1fd/Vaccine_surveillance_report_2024_week_29.pdf
Die Wirksamkeit der Impfung bezüglich Hospitalisation ist demnach bei Omikron höher, je besser die Omicron Variante im Impfstoff mit jener der Infektion übereinstimmt. Der Schutz vor jeglicher Infektion und vor Übertragung ist sehr gering. 

 

Nebenwirkungen der Impfstoffe gegen COVID-19

In den Tagen nach der Impfung können gewisse Nebenwirkungen auftreten, die in den meisten Fällen innerhalb weniger Tage abklingen. Nach den Auffrischimpfungen gibt es nicht mehr Reaktionen als nach der zweiten Dosis.

Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören:

Reaktionen an der Einstichstelle wie Schmerzen, Rötungen und Schwellungen;
Kopfschmerzen, Müdigkeit;
Muskel- und Gelenkschmerzen;
allgemeine Symptome wie Schüttelfrost, Fiebergefühl oder Fieber.

Nach der Auffrischimpfung wurden Fälle von Nesselfieber gemeldet.

Die Häufigkeit von schweren Allergien liegt bei etwa 1 pro 100’000 (für den Impfstoff von Pfizer/BioNTech). Wenn Sie gegen COVID-19 geschützt sein möchten, aber in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) hatten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin, um herauszufinden, unter welchen Bedingungen Sie geimpft werden können.

PDF - SGAI Empfehlungen zu COVID-19 Impfstoffen bei Allergien

Keuchhusten (oder Pertussis) ist eine durch das Bakterium Bordetella pertussis verursachte Infektionskrankheit. Sie geht mit Hustenanfällen, Atemproblemen (vor allem beim Einatmen) sowie Erbrechen von Schleim und Nahrung einher.

Femme qui tousse
Foto: Mònica Prats Castellví, Licence Creative Commons

Die Hustenanfälle halten manchmal während Wochen an und hindern die Kinder am Schlafen, Essen und Atmen. Vor allem bei Neugeborenen oder Säuglingen können dadurch bedrohliche Atempausen entstehen. Ausserdem kann Keuchhusten auch zu Lungenentzündungen, Mittelohrentzündungen, Krampfanfällen (bei 2 -4 von 100 Kindern) und Hirnerkrankungen (bei 5 von 1'000 Kindern) mit möglichen Dauerschäden führen.

Im Jahr 2016 wurden in der Schweiz 46 Kinder wegen eines bestätigten Keuchhustens hospitalisiert, deutlich mehr als 2014 (33) und 2015 (25).

Ohne Impfung würden jedes Jahr viele Neugeborene in der Schweiz an Keuchhusten sterben. In etwa 1 von 100 bis 200 Fällen nimmt die Erkrankung bei kleinen Säuglingen einen tödlichen Verlauf: Trotz konstanter Überwachung und Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems im Spital können Säuglinge an Keuchhusten sterben, so wie es leider zum Beispiel im Oktober 2015 in Genf geschehen ist.

Eine antibiotische Behandlung schützt nicht vor Komplikationen des Keuchhustens.

Obwohl die Fälle von Keuchhusten in der Schweiz durch die Impfung deutlich reduziert werden konnten, ist die Ansteckungsgefahr für Säuglinge weiterhin hoch. Ein Baby, das seine zwei Impfdosen noch nicht erhalten hat, kann unwissentlich von seinen Eltern oder Geschwistern angesteckt werden.


Weitere Informationen:

Sentinella - Aktuelle Meldungen

Epidemiologische Lage 2025 (BAG)

Seit Juni 2025 werden Kinder, die wegen Keuchhusten ins Spital eingeliefert werden, ebenfalls von der Swiss Pediatric Surveillance Unit (SPSU) erfasst.

 

Impfung gegen Keuchhusten

Der Impfstoff gegen Keuchhusten enthält einige (2-3) Oberflächenproteine des Bakteriums. Die Wirkung des Impfstoffs wird durch ein Aluminiumsalz verstärkt.

In der Schweiz ist kein Impfstoff erhältlich, der nur vor Keuchhusten schützt. Der Impfstoff ist vielmehr im Kombinationsimpfstoff enthalten, der auch vor Diphtherie, Tetanus und oft auch Kinderlähmung sowie Hepatitis B schützt. Die Kombinationsimpfung reduziert die Zahl der notwendigen Injektionen, schützt aber dennoch wirksam vor mehreren Krankheiten zugleich.

Die Impfung gegen Keuchhusten wird empfohlen für:

  • Säuglinge ab dem Alter von 2 Monaten.

  • Kinder (ab 12 Monaten und danach zwischen 4 und 7 Jahren).

  • Adoleszente (im Alter zwischen 11 und 16 Jahren).

  • Erwachsene zwischen 25 und 29 Jahren, insbesondere Eltern oder zukünftige Eltern.

  • Schwangere Frauen, idealerweise im 2. Drittel ihrer Schwangerschaft, damit sie die schützenden mütterlichen Antikörper auf ihr Ungeborenes übertragen können.

  • Erwachsene mit regelmässigem Kontakt zu Säuglingen unter 6 Monaten, beispielsweise Grosseltern, die gelegentlich ihre Enkelkinder hüten.

 

Es ist nie zu spät, eine oder mehrere Impfungen nachzuholen. Zögern SIe nicht, Ihren Impfausweis von einer Fachperson überprüfen zu lassen, die Sie beraten kann. 

 

Schutzgrad der Impfung gegen Keuchhusten

Die Impfung gegen Keuchhusten schützt etwa 9 von 10 Personen vor den schweren Formen der Erkrankung und etwa 1 von 7 Personen vor jeglicher Erkrankungsform. Der Schutz der Säuglinge durch eine Impfung der Mutter während der Schwangerschaft erreicht für alle Formen zusammen mehr als 90%.

Weder die Impfung noch die natürliche Infektion schützen lebenslang vor Keuchhusten. Aus diesem Grund werden Auffrischimpfungen bis ins Erwachsenenalter empfohlen.

 

Bekannte Nebenwirkungen des Keuchhusten-Impfstoffs

Die Kombinationsimpfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung und Hib-Meningitis (mit oder ohne Hepatitis B) wurden speziell für Säuglinge entwickelt.

Für Jugendliche und Erwachsene ist der Impfstoff gegen Keuchhusten mit den Impfstoffen gegen Tetanus, Diphtherie und eventuell Kinderlähmung kombiniert.

Die Impfung führt bei etwa 5 bis 15% der Geimpften zu vorübergehenden Reaktionen an der Einstichstelle (Rötung, Schwellung, Schmerzen) oder zu allgemeinen Nebenwirkungen (zum Beispiel Fieber, meist <39°C). Eine Schwellung des Arms kann vorübergehend auftreten, vor allem bei älteren Kindern und bei Erwachsenen. Diese Reaktionen treten im Allgemeinen in den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Impfung auf und klingen meist rasch und folgenlos wieder ab. Wenn das Fieber sehr hoch ist, kann es bei Kindern einen Fieberkrampf auslösen. Aus diesem Grund ist es wichtig, nach der Impfung die Temperatur des Kindes zu kontrollieren. Ungefähr 1 von 1000 Sàuglingen reagiert nach der Impfung mit stundenlangem Schreien.

Sehr selten kommt es bei Personen mit entsprechender Veranlagung zu Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Bestandteile des Impfstoffs, die sich als Rötung der Haut oder Juckreiz äussern. Ausgeprägtere Reaktionen bis hin zu Kreislaufschwäche sind extrem selten (und treten bei weniger als 1 von 1 Million Menschen auf).

Es wurden auch andere Probleme im Zeitraum nach der Impfung gemeldet. Sie sind aber ausserordentlich selten (ca. 1 von 100'000 - 1 Million Menschen). Entsprechend ist es schwierig zu beurteilen, ob die Impfung die Ursache der Probleme ist oder nicht.

Wichtig ist, dass die Impfstoffe das Immunsystem der Säuglinge nicht schwächen und dass sie das Risiko für Allergien oder andere Krankheiten im späteren Leben nicht erhöhen.


Weitere Informationen:

PDF - Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hib, Hepatitis B (Kinder) (2023)

PDF - Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten (Erwachsene) (2017)

Kantonales Durchimpfungsmonitoring Schweiz

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